Umbau bezeichnet im Bauwesen das bauliche Verändern eines bestehenden Bauwerkes. Man nennt dies auch Bauen im Bestand. Durch den Umbau soll das Bauwerk an heutige oder künftige Anforderungen angepasst werden. 

Die Abgrenzung des Begriffes Umbau von dem Ersatz einzelner Bauteile (Sanierung) und dem Neubau kann Schwierigkeiten bereiten, ist aber baurechtlich bedeutsam. 

Der Austausch schadhafter Fenster definiert an sich noch keinen Umbau. Bleibt bei einem Gebäude die denkmalgeschützte Fassade erhalten, werden drinnen alle Wände und Decken abgebrochen und verändert wieder neu errichtet, ist dies rechtlich ein Umbau. 

 

Arten von Umbauten

 

Abriss:

Abbrechen eines Gebäudeteils oder Bauteils (z. B. Wand)

Anbau:

Errichten eines neuen Gebäudeteils

Neubau bei Bauen im Bestand:

Errichten eines Bauteils (z. B. Wand mit Türdurchbruch). Wird ein Großraumbüro durch neue Wände unterteilt, ergeben sich daraus Folgen für den Brandschutz (Rettungswege) und evtl. dem Tragwerk. Wird durch die neue Wand ein Büro zu einem Kopier- oder Lagerraum, ändert sich die Nutzung und in einem Bauantrag müssen die Auswirkungen auf den Brandschutz und das Tragverhalten nachgewiesen werden.